Vereinsgründung Großziethener Kulturschmiede am 14. Januar 2019

Vereinsgründung Großziethener Kulturschmiede am 14. Januar 2019

PRISMAgazin – Ausgabe März – April 2019:

Die 21 Gründungsmitglieder fanden sich im Haus-Belger zusammen, um ihrem Anliegen, den Ortsteil Großziethen voran zu bringen, einen offiziellen Rahmen zu geben.

Seit Anfang 2018 hatten sich monatlich Kunstschaffende, Gewerbetreibende und andere Bürger getroffen, um darüber zu reden, was man in Großziethen verbessern müsste. Der Status einer Schlafstadt am Rande von Berlin reichte diesen Leuten nicht und sie haben sich zum Ziel gesetzt, das zu ändern und den Ortsteil aufzuwecken.

Gegenseitige Unterstützung beim Bekanntmachen von Veranstaltungen und auch gemeinsame Veranstaltungen waren das kurzfristige Ergebnis. So wurde vom 20. bis 21. Oktober 2018 ein kleiner, aber feiner Kunst- und Handwerksmarkt auf dem Hof von Haus- Belger organisiert und am 9. Dezember 2018 am gleichen Platz ein Weihnachtsmarkt.

Für 2019 sind am 6. April 2019 das Ziethe- ner Hasenfest, am 14. August 2019 ein Weinfest und am 8. Dezember 2019 wieder der Weihnachtsmarkt schon fest eingeplant.

Die Vorstandsmitglieder des Vereins sind:
Heiko Schmidt, Andre Tzschaschel, Andrea Hogrebe, Dana Karolscheck, Gudrun Kauschke, Silvana Czech

Weitere Veranstaltungen sind in Vorbereitung. Auch Kooperation mit lokalen Vereinen wird angestrebt, um gemeinsam mehr Gelegenheiten zu bieten, an denen die Einwohner Großziethens zusammenfinden.

In die Entwicklung des Ortsteils will sich der Verein einbringen. Die Mitglieder sehen das Fehlen einer Stadtplanung bei den Bauvorhaben in Großziethen. Es wird zwar Wohnraum gebaut, Schulen, Kitas und der eine oder andere Supermarkt, aber keine Freiräume für die Bevölkerung, Platz für eigene Initiative, Raum um eine Identität zu schaffen, die darüber hinaus geht ein Anhängsel von Berlin zu sein. Flier will der Verein mit konstruktiven Vorschlägen tätig werden.

Ein Beispiel für die mangelnde Planung zeigte die Verkehrs- und Engpassstudie um den BER, die von der IHK in Auftrag gegeben wurde. Drei Mitglieder der Kulturschmiede waren am 24. Januar 2019 im Rathaus bei der Vorstellung der Studie. Schönefeld bemüht sich hier darum einige der schlimmsten Versäumnisse in Kooperation mit Neukölln zu beheben, aber eigentlich wäre das eine überregionale Aufgabe gewesen, die vor Jahren schon hätte angegangen werden müssen. Zusammen mit der Bebauung der Buckower Felder, wird der BER dazu führen, dass der Verkehr durch die Großziethener Karl – Marx – Straße weiter ansteigt.

Es ist unumgänglich, dass man sich in Großziethen um die drei großen Durchfahrtsstraßen kümmern muß. Die Kapazität und Auslastung ist mit dem immer wachsenden Bevölkerungsfluß in Brandenburg schnell erreicht, hier müssen konkrete Lösungsvorschläge durchgebracht werden.

Die Freiheit der Bürger auf frei wählbare Mobilität muss vor Staubildung, öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV) und Taktung gehen.