Ziethener Lichterglanz: Tagelöhnerhaus

Ziethener Lichterglanz: Tagelöhnerhaus

In die dunkle Jahreszeit wollen wir etwas Licht bringen. Darum haben wir gemeinsam mit der Kirche und der finanziellen Unterstützung des Ortsbeirats den Ziethener Lichterglanz ins Leben gerufen und lassen einige Gebäude im Dorfkern beleuchten.

Ehem. Tagelöhnerhaus
Das wahrscheinlich im 2. Drittel des 19. Jahrhunderts errichtete Feldsteinhaus ist abgesehen von der Kirche das älteste Gebäude und das älteste noch erhaltene Wohnhaus in Großziethen und hat deshalb erhebliche orts- und siedlungsgeschichtliche Bedeutung. Letzte Bewohnerin war KatharinaGlor. Das unter Denkmalschutz stehende Gebäude wurde 2003 von der Gemeinde Großziethen für 30.000 Euro erworben, und 2008 entsprechend der Vorgaben der Denkmalschutzbehörde durch die Gemeinde aufwendig rekonstruiert. Kosten 300.000 Euro Das Standesamt Schönefeld hat im Tagelöhnerhaus ein Trauzimmer eingerichtet.
Am 13. Juni 2008 fand hier die erste standesamtliche Eheschließung statt Auch die Sitzungen des Ortsbeirates fanden hier statt und der Großziethener Ortsvorsteher hielt in diesem Gebäude seine
Sprechstunde ab.
Im Innern des ehem. Zweifamilienhauses befindet sich eine sog. „Schwarze Küche“ (Rauchabzug in der Mitte des Hauses), die von außen durch den in der Mitte des Hauses gelegenen Schornstein auszumachen ist. Um die Küche gruppieren sich der gemeinsame Flur, sowie links und rechts eine im
Grundriss identische Wohnung, bestehend aus einer Stube und einer bzw. zwei Kammern. “Hier haben früher zwei Familien und Tiere auf engstem Raum gelebt“, sagt Architekt Karsten Standke, der den Umbau des alten Tagelöhnerhauses betreute.
Rainer Borrmann