Die beiden Dörfer Großziethen und Kleinziethen auf dem Teltow – Teil 8

Die beiden Dörfer Großziethen und Kleinziethen auf dem Teltow – Teil 8

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Heute folgt nun Teil 2 der Lebensgeschichte über den Flakhelfer Horst Gottschefski, der hier in Großziethen auch seine Große Liebe fand.

Er stieg in der Unteroffizier-Laufbahn auf bis zum Dienstgrad Feldwebel und wechselte dann, als es möglich wurde zur Offizierslaufbahn. Vor Oktober 1940, also bereits im zweiten Weltkrieg, wurde er Leutnant. Auch wegen des Kriegsausbruches heiratete er am 13. November 1939 in Berlin-Kreuzberg die Verkäuferin, (Schreibwarengeschäft am Mehringdamm in Berlin-Kreuzberg) Eva Maria Dorothea KANITZ, jüngste Tochter von Albert Kanitz und Lucie geb. GUSE, geb. am 30. Dezember 1919 in Tempelburg/ Pommern (Taufe unbekannt). Sie erhielten 1940 eine Wohnung in Berlin-Charlottenburg, Dahlmannstraße, in der vorher Juden gewohnt hatten und profitierten damit von der verbrecherischen und unmenschlichen Politik der Nationalsozialisten, wie viele andere auch. Aus dieser Ehe entstammen zwei Söhne:

Gert GOTTSCHEWSKI, geboren am 18. Juni 1941 in Berlin-Schöneberg, später Diplom-Verwaltungswirt und Postbeamter, und Jürgen GOTTSCHEWSKI, geboren am 24. September 1943 in Berlin-Schöneberg, später Zeitsoldat, dann Lehrer an Volksschulen, drei Ehen, aus der ersten Ehe zwei Kinder.

Zwei Tage nach der Geburt des ersten Sohnes wurde Horst an der Ostfront, also beim Überfall auf die Sowjetunion eingesetzt, seine Kinder sah er jeweils nur in kurzen Fronturlauben, bis er 1944 wegen des Gesundheitszustandes seiner jungen Ehefrau nach Berlin versetzt wurde. Eva war 1943 wegen der Kriegseinwirkungen aus der später durch Bomben zerstörten Wohnung in der Dahlmannstraße (Berlin-Charlottenburg) evakuiert worden nach Brunn, Kreis Ruppin. Im Dezember 1943 erkrankte sie an Knochentuberkulose und kam nach einander in verschiedene Krankenhäuser. Sie verstarb am 24.12.44 in der Heilstätte in Beetz-Sommerfeld (gehört jetzt zu Kremmen) an Lungen- und Rippenfellentzündung bei Querschnittslähmung durch die Knochentuberkulose. Ihr Ehemann konnte am Ende bei ihr sein und sie am 30. Dezember 1944, ihrem 25. Geburtstag, in Berlin auf dem Friedhof am Halleschen Tor beerdigen lassen. Die beiden Kinder waren in einem Kinderheim untergebracht.

(Di, 09.02.2016 09:12 erhielt ich die Genehmigung zur Verwertung dieser Familiengeschichte da Bezug zu Großziethen)

Fortsetzung folgt